Kullfest 2026

Den ganzen Mittag gab es eine Regenschauer nach der anderen, doch pünktlich zum Start des Kullfest strahlte die Sonne vom Himmel. Alles war bereit für einen großartigen Abend. Den kulinarischen Teil übernahm das Team von Neptunes Beach, mit Spießbraten, leckerem vom Grill und den üblichen Freibad-Pommes, sowie Slush-Cocktails. Im Bierstand sorgte, wie jedes Jahr, der Verein für die nötige Stimmung, es gab auch wieder Wein von der Ahr, ein Herzensprojekt der Schwimmabteilung, der auch sehr gut angenommen wurde. Gefeiert wurde bis in den neuen Tag, für die musikalischen Unterhaltung, war wie immer das djteam die musicbox zuständig. Sie schafften es die zahlreich erschienen Gäste bei Laune zu halten. Es wurde bei dem ein oder anderen Getränk in alten Zeiten geschwelgt, jeder kam auf seine Kosten.

Gemeinsam für unser Sommerbad – ein kleiner Appell

Unser Sommerbad in Fischeln soll ein Ort sein, an dem sich alle wohlfühlen – sauber, gepflegt und einladend. Umso trauriger macht es uns, wenn wir immer häufiger mutwillige Beschädigungen und Verschmutzungen feststellen müssen.
Die Bilder zeigen nur einige Beispiele der letzten Zeit: einen mutwillig zerstörten Toilettendeckel, aufgeklebte Sticker an Wänden, Fensterscheiben und einer Deckenleuchte sowie einen frisch gepflanzten Baum, der mitsamt seines stabilen Holzpfahls umgetreten
wurde. Solche Schäden sind nicht nur ärgerlich – sie treffen uns als Verein und alle Besucher
gleichermaßen.

Unser Sommerbad wird – mit Ausnahme der Reinigung der Sanitäranlagen sowie der Arbeit von Bademeistern und Kassenpersonal – vollständig von ehrenamtlichen Mitgliedern gepflegt und instand gehalten. Ob Vorstand, Beirat oder einfaches Vereinsmitglied: Viele engagierte Menschen investieren ihre Freizeit, um das Gelände zu pflegen, kleinere Reparaturen durchzuführen, Mülltonnen zu leeren und für Ordnung zu sorgen.

An dieser Stelle möchten wir allen Ehrenamtlichen von Herzen Danke sagen. Es ist längst nicht selbstverständlich, so viel Zeit und Engagement für die Gemeinschaft einzubringen. Ohne euren Einsatz wäre ein Betrieb unseres Sommerbads in dieser Form nicht möglich. Ihr sorgt Tag für Tag dafür, dass sich tausende Besucher über die Saison hinweg in einer gepflegten und schönen Anlage wohlfühlen. Dafür gebührt euch großer Respekt und unser aufrichtiger Dank.
Mit diesem Beitrag möchten wir niemanden verurteilen, sondern zum Nachdenken anregen. Jeder kann mit kleinen Gesten dazu beitragen, dass unser Sommerbad für alle ein schöner Ort bleibt. Dazu gehört es, den eigenen Müll in die zahlreichen Mülltonnen zu entsorgen, Einrichtungen pfleglich zu behandeln und auf die Natur Rücksicht zu nehmen.

Ebenso wichtig ist der respektvolle Umgang miteinander. Ein freundliches Miteinander, gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt sollten selbstverständlich sein. Dazu gehört auch, andere Badegäste nicht durch Lärm, Rauch oder unangemessenes Verhalten zu belästigen und sich auf den Schwimm- und Liegeflächen so zu verhalten, dass sich alle wohlfühlen können.

Ein weiterer Wunsch ist uns der respektvolle Umgang mit unserem Kassenpersonal und insbesondere unseren Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern. Bitte folgt ihren Anweisungen – sie dienen ausschließlich der Sicherheit und Gesundheit aller Badegäste. Ob bei kleinen Hilfeleistungen oder im Ernstfall: Jeder kann einmal auf ihre Unterstützung angewiesen sein. Vielen Dank an unser gesamtes Kassen-, Aufsichts- und Rettungsschwimmer-Team für euren täglichen Einsatz!

Mutwillige Beschädigungen und Vandalismus verursachen leider erhebliche zusätzliche Kosten. Neben den ohnehin steigenden Ausgaben für Personal, Reinigung und den laufenden Betrieb kommen immer wieder Kosten für Reparaturen und Ersatz hinzu. Im schlimmsten Fall kann das dazu führen, dass Eintrittspreise erhöht werden müssen. Genau das möchten wir vermeiden. Unser Ziel ist es, das Sommerbad auch weiterhin zu möglichst günstigen
Eintrittspreisen für alle anbieten zu können.

Sollte einmal etwas beschädigt werden – sei es versehentlich oder weil ein Defekt entdeckt wird – bitten wir darum, uns einfach am Bademeisterstand Bescheid zu geben. Niemand muss Angst haben, wenn aus Versehen etwas kaputt geht. Fehler können passieren. Was uns traurig und zugleich sprachlos macht, ist die mutwillige Zerstörung oder Verschmutzung unseres gemeinsamen Sommerbads.
Wir wünschen uns, dass jeder einmal einen Moment darüber nachdenkt, wie wir mit unserem
Umfeld und miteinander umgehen. Wenn jeder seinen Müll entsorgt, Rücksicht auf andere nimmt, sorgsam mit den Einrichtungen umgeht und Schäden meldet, profitieren am Ende alle davon: Das Sommerbad bleibt sauber, gepflegt und bezahlbar – und unsere Ehrenamtlichen erfahren die Wertschätzung, die sie mehr als verdient haben. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unser Sommerbad in Fischeln auch in Zukunft ein Ort bleibt, auf den wir alle stolz sein können.

 

L. Bachmann

Krefelder Urgestein durchquert den Bodensee

Krefeld/Friedrichshafen, 1. August 2026. Während andere den Bodensee gemütlich mit der Fähre überqueren, wählte Michael Boldt vom SV Neptun Krefeld den sportlichen Weg: Schwimmend bezwang der 67-Jährige am vergangenen Samstag (1. August 2026) das schwäbische Meer. Bei der zehnten offiziellen Bodensee-Querung sicherte er sich nicht nur den Altersklassensieg, sondern schwamm ganz vorne in der internationalen Elite mit.

Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten morgens um sechs Uhr im deutschen Friedrichshafen, um die elf Kilometer lange Strecke bis ins Schweizer Romanshorn zurückzulegen. Michael Boldt war an diesem Tag der älteste Athlet im gesamten Feld und absolvierte die Strecke ohne Neoprenanzug. Nach nur drei Stunden und 19 Minuten stieg er in der Schweiz aus dem Wasser. Das bedeutete Platz 1 bei den 60- bis 69-jährigen Herren und einen sensationellen zwölften Platz in der Gesamtwertung aller Männer. Zum Vergleich: Auf den Gesamtsieger, einen 23-jährigen Top-Schwimmer aus Mexiko, verlor der Krefelder gerade einmal 31 Minuten.

Dabei waren die Bedingungen auf dem bis zu 250 Meter tiefen See alles andere als einfach. Startete das Feld bei Sonnenaufgang noch bei idealen 24 Grad Wassertemperatur und spiegelglatter Oberfläche, schlug das Wetter zur Halbzeit um. „Zuerst kam ich sehr gut ins Gleiten“, berichtet Michael Boldt. „Aber nach rund vier Kilometern kam Wind auf. Da war es mit dem ruhigen Schwimmen wie in unserem Krefelder Sommerbad vorbei.“ Das kabbelige Wasser forderte Tribut; Einige Freiwasserspezialisten kämpften sogar mit Seekrankheit.

Dank der engen Begleitung durch DLRG-Boote, die die Schwimmer mit roten Badekappen und Sicherheitsbojen überwachten, kamen alle Athleten sicher ans Ziel. Per Boot wurden bei Bedarf Elektrolytgetränke und Powergels angereicht – den Durst zwischendurch konnten die Schwimmer dank der erstklassige Wasserqualität des Sees zwischendurch schwimmend löschen.

Für das Krefelder Schwimm-Urgestein war die Reisestrapaze jede Sekunde wert: „Mitten auf dem See, mit dem Blick auf die Berge, 250 Meter Wasser unter mir und dem unendlichen Himmel über mir – da bin ich einfach nur glücklich in meinem Element“, schwärmt Michael Boldt nach der Ziellinie. Für den ehemaligen Leistungsschwimmer und Wasserballer des SV Neptun steht fest: Das war garantiert nicht das letzte Freiwasser-Abenteuer.

Altersklassensieg ohne Neopren:
Krefelder Urgestein bezwingt den Bodensee